Dienstag, 15. Dezember 2009

Rezension: Atlas der abgelegenen Inseln


Atlas der abgelegenen Inseln - Fünfzig Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde

Dass es immer noch Orte gibt, die schwer zu erreichen sind, erscheint uns heute nicht mehr vorstellbar. Judith Schalansky aber hat sie gesammelt: fünfzig entlegene Inseln in den Ozeanen der Welt.

Aus historischen Begebenheiten und naturwissenschaftlichen Berichten spinnt Judith Schalansky zu jeder Insel eine Prosaminiatur, absurd-abgründige Geschichten, wie sie nur die Wirklichkeit sich auszudenken vermag, wenn sie mit wenigen Quadratkilometern im Nirgendwo auskommen muss. Sie handeln von seltenen Tieren und seltsamen Menschen: von gestrandeten Sklaven und einsamen Naturforschern, verirrten Entdeckern und verwirrten Leuchtturmwärtern, meuternden Matrosen und vergessenen Schiffbrüchigen, braven Sträflingen und strafversetzten Beamten, kurzum: von freiwilligen und unfreiwilligen Robinsons.


Unsere Rezension und Meinung:

Dieser Atlas ist was ganz besonderes. Der Titel hätte auch heißen können "Atlas der unheimlichen und merkwürdigen Geschichten von den abgelegenen Inseln dieser Welt". Neben bekannten Inseln, wie die Osterinseln und St. Helena entdecken Sie in diesem Atlas Inseln wie die Einsamkeit, Tristan da Cunha, Diego Garcia, Amsterdam, Weihnachtsinsel, Robinsón Crusoe, St. Georg oder auch Pukapuka und Banaba. Viele teilweise unheimliche, merkwürdige, interessante und skurrile Dinge erfährt der Leser über die bis dahin nur selten gehörten und teilweise völlig unbekannten Inseln.



Auch wenn die Inseln teilweise sehr klein gezeichnet sind, kann man dank der topographischen Darstellung, doch schnell sich die faszinierenden Geschichten, die neben der Karte geschrieben stehen, auf der jeweiligen Insel, sehr gut vorstellen. Die eisige Gegend, die schlimmen Krankheiten, die drohende Katastrophe, der wunderschöne Palmenstrand und die Tragödien sowie Unfälle, alle diese Dinge sind keine Phantasie sondern echte und wahre Geschichten.

Ein ideales Geschenk nicht nur für Kartenliebhaber, Abenteurer und Leser von Kurzgeschichten, auch wenn das Buch mit 34 Euro, einen stolzen Preis hat. Dafür bereist man auch die abenteuerlichsten Inseln dieser Welt wo man sicherlich nicht noch mal hinkommt.

Weitere Informationen und Links:

Das Buch hat natütlich auch eine eigene Homepage. Das Buch hat der Mare Verlag veröffentlicht. Auf seinen Seiten befindet sich auch eine Leseprobe (PDF). Weitere Rezensionen befinden sich auf den Webseiten der Rheinischen Post, NDR Kultur, Deutschlandradio Kultur, Literaturkritik.de und Fontblog. Ein Interview kann man auf WDR 2.de im Internet anhören.

Link zu Amazon: Atlas der abgelegenen Inseln

1 Kommentare :

Usinn-mag hat gesagt…

Ich finde solche Literatur fazinierend. Informationen zu Inseln sind sehr interessant. Wenn man sich dann noch vorstellt, wie die Menschen dort leben ist es fast so spannend wie ein Krimi.
Die Leseprobe vom Buch hat meine Neugierde geweckt!

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