Freitag, 29. Februar 2008

Das Aus für Abmahnungen gegen Kartenscreenshots auf Webseiten?

Unter den möglichen Anlässen für eine Abmahnung, ist der Stadtplanauschnitt oder der Anfahrtsplan auf der eigenen Homepage wohl einer der größten Klassiker. Mit dieser Praxis wurden mehrere Millionen Euro im Jahr, aus den Geldbörsen von ahnungslosen Betreibern von Homepages und Webseiten gezogen.

Schnell mußte man für kleine Ausschnitte (Screenshots) von Karten Summen im Wert von 700 bis 1500 EUR bezahlen, nur weil man die Karten bzw. Screenshots von Karten von Webseiten genommen hat.

Auf Geka-Online können Sie zum Beispiel von CartoTravel (ADAC Karten), EuroCities (Stadtplandienst), GeoContent (Luftbilder) und MairDumont (Falk, Generealkarte etc.) sehen was Kartenausschnitte kosten, wenn man diese digital oder als Druck "weiterverwendet".

Jetzt hat ein Richter am Amtsgericht München anderes entschieden und eine Klage von einer Firma aus Berlin zurückgewiesen. Laut des Richters konnte der Berliner Verlag nicht nachweisen ob er überhaupt der Urheber der Karten ist und ob er überhaupt die Rechte an den Karten besitzt.

Und in diesem Fall liegt das Gericht richtig! Der Berliner Verlag (der nicht genannt wurde) aber mir bekannt ist, besitzt zwar eigene Karten aber die Kartendaten werden auch von anderen Quellen, wie etwa das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie "vervollständigt".

Bei anderen Kartenanbietern ist das zum Beispiel die Firma Navteq oder Tele-Atlas, die die Kartendaten produzieren und den Kartenanbietern weiterverkaufen.

Aber auch in Zukunft darf man KEINE Screenshots und Karten einfach so weiterverwenden. Denn der echte Besitzer der dort abgebildeten Daten darf klagen. Und in Deutschland klagt man gerne.

Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/104192

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