Mittwoch, 19. August 2015

Die berüchtigte Braune-Landkarte "Keine Asylantenheim in meiner Nachbarschaft" auf Naziwebseite entdeckt - Das Löschen der Karte wird hier kaum möglich sein!

Die rechtsradikale Webseite "Der 3. Weg", mit Anspielung auf Nazideutschland, die auch auf Facebook, Twitter und YouTube aktiv sind, hat die berüchtigte Landkarte "Keine Asylantenheime in meiner Nachbarschaft" wieder auferlegt und meint dies fortzuführen.



Hier sind alle Asylunterkünfte, mal richtig mal falsch, mit Adresse und kurzen Informationen in Deutschland dargestellt. Auch geplante Asylunterkünfte sind hier eingezeichnet. Einige Asylheime fehlen aber. Hierfür ist eine russische Email-Adresse (Yandex) angegeben damit andere Leute helfen die Karte zu vervollständigen.

Die Karte kann Google nicht abstellen, da sie nicht auf Google Maps hergestellt wurde. Die alten Daten wurden in einer KML-Datei auf dem Server der Webseite gespeichert. Die Kartentechnik kommt von Openlayers und kann jeder auf seiner Webseite vollständig integrieren. Openlayers kann dies nicht stoppen! In Openlayers kann man dann wahlweise diverse Kartenanbieter wie Google einschalten. Fertig ist die Karte.



Natürlich muss man sich die Frage stellen, ob eine solche Landkarte legal oder illegal ist. Fakt ist, dass diese Karte für potentielle Anschläge genutzt werden kann. Niemand wird eine solche Karte mit guten Absichten nutzen. Erst recht nicht eine Naziwebseite. Deswegen hat diese provozierende Karte nichts im Internet zu suchen. - Die Nazis begründen eine solche Karte, aus Angst der Überfremdung von Deutschland. Scheinbar verstehen diese Leute den Unterschied zwischen Asyl und Umsiedlung bzw. Auswanderung nicht. Kein Kriegsflüchtling ist freiwillig aus seiner Heimat ausgewandert.


Schuld um den Hype über eine solche Karte ist die Politik und Presse in Deutschland und wird jetzt schamlos von solchen Leuten genutzt. Hier werden alle Flüchtlinge in einen Topf geworfen. Natürlich gibt es viele Wirtschaftsflüchtlinge, wie aus dem Kosovo, wo ein Rechtstaat und die Wirtschaft nicht funktioniert. Diese werden auch so schnell wie möglich wieder zurückgeschickt. - Dagegen stehen die Menschen aus Syrien, Eritrea, Afghanistan und Irak die wegen lebensgefährlichen Gründen aus ihrer Heimat geflohen sind. Diese Menschen sind froh hier unterzukommen und wir sollten sie als Gäste in unserem Land willkommen heißen. Vielleicht sollten das die Politiker und vor allen die Presse mal deutlicher machen.

Quelle

1 Kommentare :

Unknown hat gesagt…

Ich habe die Google-Karte tatsächlich mit guten Absichten genutzt, um mich über die Lage der Heime zu informieren und vor Ort helfen zu können.
Zum Thema Wirtschaftsflüchtlinge hat (nicht nur) die Zeit informiert: http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-08/fluechtlinge-deutschland-mythen/seite-2

Kommentar veröffentlichen



Beliebte Posts