Sonntag, 30. Januar 2011

iPhone App: "Skobbler" im Test - Unübersichtlich und oft eine schlechte Routenplanung, aber man kommt ans Ziel

Skobbler, ein sehr günstige Naviapp für iPhone, iPad und Android hat 2010 ganz schön Unruhe im Navisektor gemacht. Die Welt war total begeistert (Käufer) und extrem empört (Konkurrenz) darüber, dass ein Naviprogramm nur ein paar Cent kostet. Resultat war damals, dass andere Hersteller mit ihren völlig überteuerten Naviprogrammen im Preis nach unten gegangen sind und mit aller Macht versucht haben Skobbler zu schaden. Heute aber hat sich die Lage wieder beruhigt. Skobbler ist zwar immer noch sehr günstig und laut Skobbler Marktfügrer aber dafür mussten einzelne Dinge zu damals verändert worden. So nutzt Skobbler unter anderen das Kartenmaterial von OpenStreetMap.

Skobbler hat eine Tag und Nachtansicht sowie eine Statistikanzeige.

Das Skobbler OpenStreetMap nutzt ist eine gute Tatsache, OpenStreetMap hat, dank seiner tausenden Helfer, vor allen in Deutschland und in den Benelux-Staaten ein hervorragendes Kartenmaterial. Kleinste Feldwege bis hin zu Hausnummern kennt OpenStreetMap. So war Skobbler schlau, sich hier die Straßendaten und einzelne wenige Details zu entnehmen und einzubauen.

Skobbler an sich ist ein klassisches Naviprogramm. Man kommt von A nach B und kann dies im Menu recht fix per Tastatur eingeben. So speichert Skobbler auch die letzten Ziele, Favoriten, ihre Ziele, das Zuhause und greift auf die Kontaktfunktion des iPhone zu. Dank der Umkreisssuche können auch sehr viele Locations gefunden und als Ziel ausgewählt werden.

Bei unseren Teststrecken ist uns aber das große "ABER" aufgefallen und das ist sehr enttäuschend. Skobbler nutzt zwar die Daten von OpenStreetMap, aber hat sie sehr schlecht verarbeitet. Mit Skobbler kommt man als Ziel aber die Frage ist, wie komme ich mit Skobbler ans Ziel. In unseren Stadtteststrecken nimmt Skobbler mit Vorliebe Bundesstraßen und eine Auswahl undefinierbarer mal größeren mal kleineren Straßen. Einige wichtige Hauptverkehrswege, Kreis- und Landstraßen wurden dabei nicht berücksichtigt. Das bedeutet recht oft, dass Skobbler lieber eine von Skobbler markierte gelbe Straße nutzt statt die benachbarte oder kürzere Hauptverkehrsstraße, die bei Skobbler nur als weiße Nebenstraße dargestellt ist. So fuhren wir laut Skobbler mit großen Umwegen obwohl wir die schnellste Route eingestellt hatten.

Ein Gedächtnis hat Skobbler glücklicherweise und Fehler im Kartenbild können gemeldet werden.
Auch bei der Übersicht hapert es gewaltig. Wieso gibt es keine Gesamtübersichtskarte oder eine detaillierte Liste aller Wegpunkte? Bei großen Strecken will ich vorab der Fahrt sehen, wie mich das Programm lotsen will und wo ich überall fahren werde. Wieso wird mir während der Fahrt nicht der nächste Wegpunkt ausführlich als Kurzinfo angezeigt? So ist die Ansage der freundlichen Computerstimme viel zu weg entscheidend und wehe man hat nicht zugehört. Dann heißt es viel zu oft während der Fahrt auf die Karte schauen. Übersichtlich ist das nicht!

Angesichts der schlechten Übersicht in Skobbler, der schlechten Verarbeitung der Kartendaten von OpenStreetMap, die daraus eine schwammige und je nach Gebiet schlechte Route berechnen muss,kann man bei Skobbler schwarz sehen. Auf dem iPhone kostet die App, die auch auf dem iPad funktioniert, meistens 0,79 Euro. Für den Preis und je nach Anbieter ist das unschlagbar. Für in den Urlaub fahren oder auf lange Strecken ist Skobbler nicht zu empfehlen.

Unsere Bewertung: ** (2 von 5 Sternen)

Link: iTunes

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