Dienstag, 9. Februar 2010

Freytag & Berndt - Schade! Ein schlafender Riese steht sich selber im Weg und erreicht seine Kunden kaum

Der Buchhandel für Landkarten und Reiseführer ist dünner geworden. Verlage wurden zusammengelegt oder gingen sogar verloren. Eine Chance natürlich für andere kleinere und unbekannte Verlage, neue Marktanteile in diesem Bereich zu bekommen und im Buchhandel, sei es im Internet oder im Ladenlokal, die Regale zu füllen.

Im Fall von Freytag & Berndt, einen traditionellen und großen Verlag aus Österreich, sieht man vermutlich nicht den richtigen Zeitpunkt, um auch den Deutschenmarkt vernümftig anzugehen und Marktanteile zu gewinnen. Man verzichtet auf große Vertriebskooperationen, wie es gang und gäbe ist, und auch mit eigenen Kräften schafft man nur das nötigste und ist nur ausreichend im Internet oder im großen Buchhandel zu finden.

Die Gründe warum man nicht das gesamte Potential des Verlagsprogramm in Deutschlands Buchhandlungen und Online Shops abruft, um so andere Verlage in den Schatten zu stellen, sind sicherlich schwer nachzuvollziehen und selbst die Konkurrenz freut sich seit Jahren darüber.



Ein Beispiel! Der Vetrieb verlangt bei einer Bestellung des Buchhändlers happige Versandkosten pro Auftrag. Das macht keinen Buchhändler glücklich! Freytag & Berndt verlangt stolze 3 Euro Versandkosten pro Auftrag vom Händler obwohl eine Büchersendung nur 85 Cent kosten würde und die Lieferung gar nicht erst aus Österreich sondern Deutschland kommt. Da sind auch 40 bis 50 % Rabatt für den Buchhändler bei einer Bestellung von 8 Euro ein Witz.

So wird es für den Buchhändler, bei einer einzigen Kartenbestellung schnell sogar zu einem Verlustgeschäft und wird schnell zu einer größeren Bestellung gelockt bis er überhaupt, im Fall das alle Karten verkaufen kann, erst die Gewinnzone mit Freytag & Berndt erreicht. Angesichts der Konkurrenz, beispielsweise Marco Polo, Shell, ReiseKnowHow, ITM und ADAC und deren Vertriebswege, die sicherlich öfters genutzt werden, ein riesiger Nachteil und Hindernisse für Produkte aus dem Hause Freytag & Berndt.

Ein zweites Beispiel! Eine neue Strategie ist die Google Werbung. Hier versucht die deutsche Webseite Endverbraucher auf ihren Online Shop hinzuweisen. Aber auch hier schrecken die Versandkosten sicherlich die meisten Besucher ab. Bis 29,99 Euro sind es 3 Euro. Andere Online Shops wie Amazon oder Buch.de sind dagegen Versandkostenfrei.

Das Fazit ist eigentlich schade und man sollte sich in Österreich genausten Gedanken machen wie man seine Kunden besser als so erreichen kann. So jedenfalls klappt das sicherlich nur auf der bisherigen Sparflamme bis der Ofen ganz aus ist und das angesichts dieses tollen Verlagsprogramm und den Möglichkeiten die damit verbunden sind. Es wird Zeit für die Nr.2 in Deutschland! Bitte aufwachen.

Link: http://www.freytagberndt.de / http://www.freytagberndt.at

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